Alex Dahl

Der Junge

Blick ins Buch

Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?

Taschenbuch
eBook
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50 [CH]

Alex Dahl

Alex Dahl

Alex Dahl ist halb Norwegerin, halb Amerikanerin und lebt in Norwegen und London. Sie ist eine entfernte Verwandte von Roald Dahl, spricht fließend Deutsch und Französisch und hat einen Master in Kreativem Schreiben.

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  • Nervenaufreibend und sehr spannend

    Von: Jacqueline Szymanski Datum: 23. Juni 2019

    "Der Junge" von Alex Dahl ist vor kurzem im Goldmann Verlag erschienen es handelt sich hier um einen Psychothriller und ist zudem das Debüt der Autorin. Das Cover finde ich mehr als gelungen und der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Ich war unglaublich neugierig was mich hier wohl erwarten würde. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht denn der Schreibstil der Autorin liest sich sehr leicht und auch flüssig. Zudem schreibt sie sehr einnehmend und bildhaft. Die komplette Atmosphäre im Buch ist unglaublich düster und bedrückend. Das ganze schilderte die Autorin authentisch die Kulisse Norwegens wurde bildgewaltig und faszinierend beschrieben. Es kam mir so vor als wäre ich selbst ein Teil der Story. Cecilia ist ein Charakter den man nicht wirklich sympathisch finden kann. Sie versucht an Hand von Lügen das perfekte Familienleben vorzutäuschen. Dabei errichtet sie ein Lügen Kartenhaus welches jeder Zeit zusammen brechen kann. Sie ist in meinen Augen ziemlich ICH bezogen zudem wusste ich teilweise nicht ob sie die Wahrheit sagt. Durch ihre Lügen wurde das ganze extrem irreführend denn ich hatte absolut keine Ahnung wie das ganze ausgehen würde. Bis fast zum Ende hin blieb dieses Buch unvorhersehbar. Die Handlung war spannend und auch nervenaufreibend. Man spürt deutlich es liegt etwas in der Luft aber man bekommt es nicht zu fassen. Die Spannung des Buches finde ich immens und durch geschickte Wendungen wurde die Spannung noch extrem gesteigert. Ich hatte zudem keine Ahnung wie das ganze ausgehen würde. Sicherlich hatte ich Vermutungen, doch diese erwiesen sich alle als falsch. Das Ende gleicht einem Paukenschlag, Cecilias Kartenhaus stürzt zusammen und nichts ist mehr wie es wahr. Klare Lese und Kaufempfehlung. Fazit: Mit "Der Junge" gelingt Alex Dahl ein nervenaufreibendes, verwirrendes und sehr spannendes Debüt welches mich bestens unterhalten konnte. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl. Bitte mehr davon!

  • 4 von 5 Thriller mit Kindern sind schon heftig, dieser reiht sich hier nahtlos ein!

    Von: Melanie Berg Datum: 21. April 2019

    Rezension von Melanie (Der Thrillerqueen) zu Der Junge von @Alex Dahl 4 von 5 Thriller mit Kindern sind schon heftig, dieser reiht sich hier nahtlos ein! Meinung Ich bin eigentlich nicht zimperlich, aber wenn Kinder im Mittelpunkt stehen oder zu Schaden kommen, finde ich das ziemlich schlimm, je realistischer, desto schlimmer! Es handelt sich um das Debüt der Autorin, die u.a. in Norwegen und London lebt. Und das ist ihr wirklich gut gelungen. Der Schreibstil ist durchweg spannend und fesselnd. Es gibt hier drei Abschnitte: in Nummer 1 wird beschrieben, wie Cecilia ihr Leben lebt, sie ist freiberuflich tätig als Raumausstatterin, aber nicht wirklich zufrieden damit. Zuhause kümmert sie sich um ihre zwei Töchter, verheiratet ist sie seit ihrer Jugend mit Johan. Normalerweise hat sie ein ausländisches Au-Pair, welches ihr bei den Mädchen behilflich ist und die Fahrten zu den verschiedenen Aktivitäten abnimmt; dieses hat aber gekündigt. Das belastet Cecilias Leben extrem, sie ist oft müde, erschöpft und ungehalten, alles ist ihr zuviel! Sie ist halt ziemlich kühl und man kommt schlecht an sie ran. Liegt aber auch an ihrer Persönlichkeit, sie ist arrogant, denkt, sie ist etwas Besseres. Sie wird als sehr unsympathisch dargestellt; aber dadurch auch sehr realistisch. Sie hat von Anfang bis zum Schluss mit ihrem Leben ziemlich Probleme, bei der Arbeit ist die nörgelnde Kundschaft ein Dorn im Auge. Die Ehe ist langweilig, dies versucht sie mit vielen Tabletten und jeder Menge Alkohol zu überspielen. Alles spitzt sich dann zu, als Tobias das erste Mal in ihr Leben tritt. An ihn ist sie wie die Mutter zum Kinde gekommen, denn nach dem Schwimmunterricht eines ihrer Töchter wird sie von der Schwimmlehrerin gebeten, den übriggebliebenen Jungen mitzunehmen,da sie auf dem Nachhauseweg bei ihm vorbeikommen. Kennt ihr das Gefühl, das jemand, der einem noch nie begegnet ist, etwas Vertrautes in einem weckt? So geht es Cecilia bei Tobias. Der Junge kommt erstmal mit zu ihr nach Hause, da keiner die Tür aufmachen; aber als Cecilia die Polizei rufen möchte, lehnt er vehement ab! Laut seiner Aussage ist seine Mutter am nächsten Tag wieder erreichbar. Als Cecilia auch am nächsten Tag die Mutter des Jungen nicht erreicht, versucht sie es über die Schule zu finde.Er ist an der Schule allerdings auch unbekannt! Nach diversen Behördengängen wird die Mutter gefunden, leider ist diese tot. Cecilia ist wie gesagt keine nette Frau. Egal, was sie wem erzählt hat, nie war ich mir sicher, ob sie die Wahrheit sagt. Zum einen auf Grund ihres starken Alkohol- und Tablettenkonsums, zum anderen aber auch, weil sie selbst oft sagt, dass dieses und jenes gelogen war. So sagt sie etwas und im nächsten Moment gibt sie schon zu, dass es nicht stimmt. Ein absolutes Verwirrspiel, dass die gute Dame hier betrieben hat. Wir folgen aber nicht nur Cecilia, sondern auch Tobias kommt zu Wort. So erfahren wir von dem Kind so allerhand über sein Leben, bevor er bei der Familie untergekommen ist. Das hat mich sehr erschüttert und tief berührt. Ich kann verstehen, warum er niemandem vertraut und deshalb lieber stumm bleiben möchte. Den zweiten Teil nimmt die Geschichte von Tobias ein. Den dritten und letzten Teil nimmt Annika, die Mutter des Jungen ein. Ihre Lebensgeschichte, mit einigen Rückblenden, ist sehr emotional. In Rückblenden in Form von Tagebucheinträgen erfahren wir ihre Sichtweise der Geschichte. Ihre Lebensgeschichte ist hart und ich hatte oft einen Kloß im Hals. Nichtsdestotrotz war ich auch auf sie wütend, da sie meiner Meinung nach den Großteil der Situation selbst verursacht hat. Diese drei Personen sind irgendwie miteinander verwoben und ich war mir nicht sicher, in welche Richtung das ganze gehen würde. Aber mit der Zeit führt Alex Dahl die Enden zusammen, Schritt für Schritt. Am Ende des zweiten Abschnitts gab es dann den ersten und alles entscheidenden Plottwist, den ich aber von Anfang an so hab kommen sehen (mein erster Gedanke zur Inhaltsangabe). Ab dem dritten Abschnitt wurde es dadurch richtig spannend und ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich es ausgelesen hatte und wusste, was passiert war. Der Schreibfluss ließ die 400 Seiten wie im Flug vergehen. Das Ende und die Auflösung waren sehr passend zur Geschichte! Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gute Psychothriller mit einem düsterer Atmosphäre liebt! Manche Passagen sind meiner Meinung nach etwas zu lange, deswegen ein Stern Abzug! Fakten 400 Seiten TB 10,00 € eBook 9,99€ Erschienen im @Goldmann Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag, der Autorin und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. Ich möchte mich bei bei @Randomhouse für das Reziexemplar bedanken.

  • Wen die Vergangenheit einholt…

    Von: Lotta Datum: 25. März 2019

    Zugegeben, der Titel "Der Junge" von Alex Dahl (Goldmann Verlag) ist alles andere als spektakulär und auch das Cover haut einen jetzt nicht vom Hocker, aber fand ich das Versprechen, dass es sich um einen Thriller voller Wendungen handeln sollte, interessant. Soviel vorab: Ich wurde nicht enttäuscht. Nachdem ich bei den letzten Thrillern das Pech hatte, dass alle nach dem gleichen Schema aufgebaut waren und der Plot auch starke Parallelen aufwies, wurde ich diesmal positiv überrascht. In einer friedlichen Kleinstadt namens Sandeljord lebt die verwöhnte und nicht gerade sympathische Protagonistin Cecilia. Weil ihr daheim bei den beiden Töchtern die Decke auf den Kopf fällt, verdient sie sich nebenbei ein kleines Zubrot als Innenausstatterin, obwohl ihr Gatte ein so hohes Einkommen hat, dass sie das nicht müsste, sondern stattdessen auch den ganzen Tag lang shoppen könnte (was sie auch oft genug tut). In ihrer Welt der Schönen und Reichen beschäftigt sie sich höchstens mit der Frage nach der nächsten Dinnerparty und der richtigen Kombination an Aufputsch-Beruhigungsmitteln und Alkohol, um den Tag entspannt zu überstehen. Luxusprobleme also. Bis sie eines Abends von der Kassiererin des örtlichen Schwimmbades gebeten wird, einen kleinen Jungen daheim abzuliefern, der nach dem Schwimmtraining nicht abgeholt wurde. Da ihr keine passende Ausrede einfällt, nimmt sie das Kind mit, obwohl sich alles in ihr dagegen sträubt. An der angegebenen Adresse muss sie feststellen, dass das Haus unbewohnt ist. Der Junge schweigt hartnäckig und bittet erst bei ihr daheim darum, die Nacht dort verbringen zu dürfen, worauf sie sich schlussendlich einlässt und es bald bitter bereut.. Ich habe das Buch zwar nicht in einem Rutsch gelesen, weil es mit seinen rund 460 Seiten doch recht umfangreich, aber ich habe es definitiv sehr zügig durchgehabt. Der Stil liest sich hervorragend, die Story ist spannend und die erhofften Wendungen gab es auch. Vieles ist vorhersehbar beziehungsweise so konzipiert, dass man vieles schon ahnt, es einem aber dennoch nicht langweilig wird, wenn sich diese Vorahnungen bewahrheiten. Vielmehr möchte man dann immer noch den letzten Hinweis haben, damit sich alles aufdröselt. Manche mögen die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge und Personen ein wenig zu gewollt finden, ich kann gut damit leben und finde es schlüssig. Die Hinweise werden - vermute ich - so deutlich gegeben, dass der Leser bereits ahnen kann, was dahintersteckt, die letzten Puzzleteilchen muss einem aber dann doch noch die Autorin geben. Alex Dahl würde ich auf alle Fälle auch ein zweites Mal auf meinem Nachttisch sehen.

  • Wie lange hält ein Lügengebilde?

    Von: Elvira Pfeiffer Datum: 19. März 2019

    Die Welt der einzigartigen und perfekten Cecilia Wilborg droht zu zerbrechen als der Junge, Tobias, in ihr Leben einbricht. Cecilia lebt mit ihrem gutsituierten Mann, Johan, und ihren beiden Töchtern Hermine und Nicoline in einem perfekt ausgestatteten und durchgestylten Haus in exponierter Lange von Sandefjord. Tobias, ein kleiner, schüchterner, braunhäutiger Junge bringt Cecilia völlig aus der Fassung, weil er durch seine Hilflosigkeit ihr durchgestyltes Leben, was sie fest in ihrer Hand zu halten glaubt, nahezu pulverisiert. Cover und Titel fallen auf. Sie deuten daraufhin, dass es mit dem Jungen eine besondere Bewandtnis hat. Das Bild des Jungen sticht aus dem grauen Umfeld heraus und lockt somit den geneigten Thriller-Leser zum Zugreifen. Die Autorin, Alex Dahl, war mir bis jetzt nicht bekannt. Alex Dahl, geboren in Oslo, beherrscht als Halb-Norwegerin und Halb-Amerikanerin das Düstere der Skandinavien-Krimis und die atemlose Spannung der Thriller aus dem Amerikanischen. Sie hat einen Master in Kreatives Schreiben und ist entfernt verwandt mit Roald Dahl. Beste Voraussetzungen für einen düsteren, spannungsgeladenen Psychothriller! Zu Beginn hat mich dieser Thriller begeistert. Ein Thriller, ganz nach meinem Geschmack, kommt er ohne Serienkiller und riesigen Blutlachen aus. Der Thriller verlangt aber auch dem Leser, wegen seiner stetig wechselnden Erzählperspektiven und Rückblenden, einiges ab. Ich musste schon konzentriert und möglichst durchgängig lesen, was bei der fesselnden Erzählweise aber auch nicht schwer fiel. Zwischenzeitlich hatte ich manchmal den Eindruck, dass mir die Geschichte beziehungsweise Cecilias Lügengeschichten zu verrückt und nicht nachvollziehbar waren. Trotzdem wollte ich immer weiter lesen um zu erfahren wie es weitergeht. Die Charaktere wurden gut beleuchtet. Die Angst und Panik und das hin und her getrieben werden von Anni war gut nachvollziehbar. Die Angst und Hilfslosigkeit waren gut zu spüren. Cecilia selber war schwer zu fassen, aber das ging ihr als Figur ja ähnlich. Auch die Cecilia nacheifernden Freundinnen wurden gut getroffen. Nur Johan ist mir fern geblieben. Ich hatte zwischen zeitlich immer wieder das Gefühl, dass er ein falsches Spiel spielt und nicht dieser hingebungsvolle Ehemann ist. Vielleicht war dieser Zweifel aber auch von der Autorin so gewollt. Um ein Fazit zu ziehen: „Der Junge“ ist spannend, undurchsichtig, manchmal unfassbar, manchmal unglaublich, aber immer fesselnd.

  • Spannend

    Von: weltenbummlerinx Datum: 05. März 2019

    Inhaltsangabe: "Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?" Erhalten von: Bloggerportal Genre: Psychothriller Seiten: 464 Titel: 5/5 Cover: 5/5 Inhalt: 4,5/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 3,5/5 Ich habe das Buch vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank dafür! Es hat mir auch ganz gut gefallen, auch wenn die Auflösung nicht ganz so optimal fand - zu viele komische Zufälle. Außerdem habe ich schon von Anfang an damit gerechnet wer die echte Mutter von Tobias ist, weshalb ich eher gehofft habe, ich täusche mich und jemand anderes ist es. Alles in allem fand ich das Buch aber sehr spannend. Ich mochte von den Charakteren aber eigentlich nur Tobias, Cecilias Vater und Ellen. Ich wusste nicht wirklich was ich von den anderen Charakteren halten soll. Cecilia mochte ich eigentlich, bis sich alles etwas gewendet hat und ihren Mann mochte ich an sich auch, aber irgendwie war er auch manchmal seltsam. Anni wurde mir im Laufe ihrer Tagebuch-Einträge immerhin ein bisschen sympathischer. Das Ende fand ich traurig für die Kinder, aber spannend für den Leser/die Leserin, weil ich absolut nicht damit gerechnet habe und man zum Schluss noch richtig überrascht wurde. Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate: - "Aber das habe ich alles nicht gefragt, weil ich glaube, wenn man zu viele Fragen stellt, merken die Leute, dass man nichts weiß." (S. 51) - "Du bist nicht du von damals, du kannst immer nur du jetzt sein." (S. 126) - "Die Liebe verändert alles, wenn sie kommt und wenn sie geht." (S. 134-135) - "Manche Menschen haben alles und können es behalten, während andere sehr wenig haben und selbst das immer wieder verlieren." (S. 137) - "Außerdem war ich manchmal traurig, als ich mit ihm zusammen war, weil ich mich allein fühlte, und sich mit jemanden allein zu fühlen ist noch schlimmer, als wenn man wirklich alleine ist." (S. 247) - "Es gibt gute Ideen und es gibt schlechte Ideen, und das Problem ist natürlich, sie auseinanderzuhalten." (S. 266) - "Ich weiß nicht, wie jemand weiteratmen kann, wenn sein Kind es nicht mehr tut." (S. 270) - "Ich liebe ihn, weil ich es immer getan habe; als wäre es mir angeboren, als wäre es ein grundlegender Teil von mir, wie Arme und Innereien. Ich hasse ihn, weil ich so viel für ihn geopfert habe und er mir jetzt vielleicht alles nimmt." (S. 326-327),Inhaltsangabe: "Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?" Erhalten von: Bloggerportal Genre: Psychothriller Seiten: 464 Titel: 5/5 Cover: 5/5 Inhalt: 4,5/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 4/5 Ich habe das Buch vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank dafür! Es hat mir auch ganz gut gefallen, auch wenn die Auflösung nicht ganz so optimal fand - zu viele komische Zufälle. Außerdem habe ich schon von Anfang an damit gerechnet wer die echte Mutter von Tobias ist, weshalb ich eher gehofft habe, ich täusche mich und jemand anderes ist es. Alles in allem fand ich das Buch aber sehr spannend. Ich mochte von den Charakteren aber eigentlich nur Tobias, Cecilias Vater und Ellen. Ich wusste nicht wirklich was ich von den anderen Charakteren halten soll. Cecilia mochte ich eigentlich, bis sich alles etwas gewendet hat und ihren Mann mochte ich an sich auch, aber irgendwie war er auch manchmal seltsam. Anni wurde mir im Laufe ihrer Tagebuch-Einträge immerhin ein bisschen sympathischer. Das Ende fand ich traurig für die Kinder, aber spannend für den Leser/die Leserin, weil ich absolut nicht damit gerechnet habe und man zum Schluss noch richtig überrascht wurde. Zum Schluss habe ich noch ein paar schöne Zitate: - "Aber das habe ich alles nicht gefragt, weil ich glaube, wenn man zu viele Fragen stellt, merken die Leute, dass man nichts weiß." (S. 51) - "Du bist nicht du von damals, du kannst immer nur du jetzt sein." (S. 126) - "Die Liebe verändert alles, wenn sie kommt und wenn sie geht." (S. 134-135) - "Manche Menschen haben alles und können es behalten, während andere sehr wenig haben und selbst das immer wieder verlieren." (S. 137) - "Außerdem war ich manchmal traurig, als ich mit ihm zusammen war, weil ich mich allein fühlte, und sich mit jemanden allein zu fühlen ist noch schlimmer, als wenn man wirklich alleine ist." (S. 247) - "Es gibt gute Ideen und es gibt schlechte Ideen, und das Problem ist natürlich, sie auseinanderzuhalten." (S. 266) - "Ich weiß nicht, wie jemand weiteratmen kann, wenn sein Kind es nicht mehr tut." (S. 270) - "Ich liebe ihn, weil ich es immer getan habe; als wäre es mir angeboren, als wäre es ein grundlegender Teil von mir, wie Arme und Innereien. Ich hasse ihn, weil ich so viel für ihn geopfert habe und er mir jetzt vielleicht alles nimmt." (S. 326-327)

  • Fleck auf der Weste ...

    Von: Diane Jordan Datum: 20. Februar 2019

    Der Junge Diane Jordan Grins ☺ als Fotografin kenne ich natürlich einige Tricks, um ein Foto kreativ zu gestalten. Das Cover meines neuesten Psychothrillers ist in meinen Augen großartig. Individuell und edel, durch eine gestalterische Teilentsättigung des Titelfotos. „Der Junge“ von Alex Dahl zieht mich schnell in den Bann. Nicht nur visuell, schwarzweiß mit einem leichten Grünstich. Das Kind als Hingucker, mit seiner signalroten Jacke, mittig platziert. Sondern auch was im Klappentext steht, hat es in sich. Wie weit würdest du gehen, um dein perfektes Leben zu bewahren? Zack, lesetechnisch am Haken. Gespannt beginne ich zu lesen. Ich kann kaum noch aufhören. So unglaublich spannend ist die Story. Die Protagonisten Cecilia, Annika und Tobias sind gut erdacht, beschrieben und ausgewählt. Der Schreibstil von Alex Dahl ist flüssig und der Thematik angemessen. Übersetzt wird das Ganze aus dem Englischen von Eva Kemper, die wie ich finde, gute Arbeit geleistet hat, denn der Text ist durchweg gut verständlich. Der Plot wird thematisch in drei Teilen aufbereitet. Meisterlich gelingt es der Autorin dabei, den Leser, immer wieder mit Fehleinschätzungen zur Handlung in die irre zu leiten. Super gemacht, enthält der Thriller dabei viele Wendungen und Geheimnisse, die es zu entdecken und aufzudecken gilt. Seite um Seite fliegt nur so zwischen meinen Fingern dahin. Ich bin fasziniert und gleichermaßen erschrocken, über die Dinge, die im Buch geschildert werden. Lügengespinste, die wie ein Kartenhaus, beim leichtesten Windzug einzustürzen zu drohen. Clever konstruiert und fein über 463 Seiten durchgezogen. Düster mit vielen menschlichen Abgründen und einem nicht zu unterschätzenden Nervenkitzel. Lügen, täuschen, verdecken... Ich frage mich, ob Cecilia das macht, um sich einen Vorteil zu verschaffen? Oder einer unangenehmen Diskussion aus dem Weg zu gehen? Oder einfach aus Gewohnheit? Und was hat Annika damit zu tun? Cool ☺, ich werde nicht enttäuscht und alle meine Fragen werden nach und nach befriedigt und beantwortet. Das Buch geht unter die Haut, so viel sei verraten und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Ein Verwirrspiel der Extraklasse! Inhalt: Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen? Die Autorin : Alex Dahl ist halb Norwegerin, halb Amerikanerin und lebt in Norwegen und London. Sie ist eine entfernte Verwandte von Roald Dahl, spricht fließend Deutsch und Französisch und hat einen Master in Kreativem Schreiben. Fazit: 4 Sterne**** Der Psychothriller hat 464 Seiten und ist im Goldmann Verlag erschienen.

  • Eine Geschichte die den Leser nicht so schnell loslässt

    Von: brigitta Datum: 02. Februar 2019

    Kurze Zusammenfassung: Cecilia Wilborg hält sich einigermaßen aufrecht. Ihr schönes Leben, das tolle Haus, die wunderbaren Kinder sind wirklich schön, toll und wunderbar, aber für Cecilia ist das alles eine Fassade die sie mit aller Kraft aufrecht erhalten will. Im Moment ist sie wieder an der Grenze ihrer Kräfte angelangt und schafft die Tage oft nur mit Hilfe von reichlich Alkohol und einer Vielzahl an Tabletten. Am Ende eines anstrengenden Tages bekommt sie auf einmal ein Kind in Obhut, dass in der örtlichen Schwimmhalle vergessen wurde. Für Cecilia ist dies entsetzlich, aber ihr Mann Johan ist sehr begeistert und möchte den Jungen sofort in Pflege nehmen. Der fremde Junge, Tobias, wird von niemanden vermisst und über seine Eltern kann der Junge keine Auskunft geben. Kurz darauf wird eine junge, drogensüchtige Frau tot im Hafenbecken gefunden. Die Tote, Anni, wurde vorher mit dem Jungen gesehen und schnell glauben alle, sie wäre Tobias Mutter, doch der DNA Abgleich zeigt, dass die Tote nicht mit Tobias verwandt ist. Cecilia kannte Anni und langsam wird ihr klar, wer Tobias sein könnte, woher er kommt und auf einen Schlag ist Cecilias wundervolle Welt in Gefahr .... Fazit: Ein spannendes Buch, bei dem recht schnell klar ist, in welche Richtung es sich entwickeln wird, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Die Geschichte wird überwiegend aus Cecilias und Annis Sicht erzählt, ab und zu wird auch Tobias Blickwinkel geschildert. Anni und Cecilia sind zwei vollkommen unterschiedliche Frauen mit absolut unterschiedlichen Leben, doch beide haben eine abgrundtiefe Traurigkeit gemeinsam. Sie sind beide innerlich so traurig, einsam und gescheitert, sodass es zum Teil sehr berührend ist in ihre Geschichten einzutauchen. Anfangs fand ich Cecilia äußerst abstoßend, doch als ich ein Gefühl für ihre Einsamkeit und Traurigkeit bekam, änderte sich meine Ablehnung in Mitgefühl. Beide Frauen haben in gewissen Sinne ihr Leben vergeudet und stehen nun vor der Ernte ihrer Taten. Anni bezahlt diese Ernte mit ihrem Leben und auch von Cecilia wird ein hoher Preis gefordert. Alex Dahl schildert die Hauptfiguren mit viel Einfühlungsvermögen und hat um die Leben der Drei, Anni, Cecilia und Tobias eine dichte und packende Geschichte gewoben, die mich noch einige Zeit nicht loslassen wird.

  • Wie perfekt kann man ohne Lügen sein ?

    Von: Christof Renken Datum: 29. Januar 2019

    In "Der Junge" von Alex Dahl ist das plötzliche Auftauchen eines kleinen Jungen für Cecilia Wilborgs eine sich andeutende Katastrophe. Wird der Junge ihr perfektes Leben so sehr in Gefahr bringen und was wird Cecilia dagegen tun können ? Zum Inhalt: Cecilia Wilborg lebt mit Ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in einer kleinen und idyllischen Kleinstadt in Norwegen. Sie führt ein erfolgreiches Leben, das sie selbst als perfekt bezeichnen würde. Ordentliches Haus, vorzeigbare Autos, gesellschaftlich anerkannt und natürlich wohlhabend. Nach einem Besuch im Schwimmbad wird sie gebeten, einen kleinen Jungen nach Hause zu bringen. Er wurde nicht von seiner Mutter abgeholt. In seinem zu Hause angekommen, findet Cecilia ein leeres Haus und nimmt den Jungen zunächst für eine Nacht mit zu sich nach Hause. Anscheinend wird er nicht vermisst und niemand scheint ihn zu kennen. Wenige Tage später wird eine Frau tot aufgefunden, die die Mutter des Jungen sein könnte. Irgendetwas an diesem Jungen kommt Cecilia vertraut vor. In ihrem Leben gibt es ein gut gehütetes Geheimnis, das niemand erfahren darf. Das so perfekt geglaubte Leben gerät immer mehr aus den Fugen und sie setzt alles daran, ihre Idylle und ihre heile Welt durch ein großes, aber zerbrechliches Lügengerüst zu beschützen. Mein Eindruck: Alex Dahl bringt Cecilias perfektes Leben und ihr Streben nach dem idealen Familienbild mächtig ins Wanken. Immer wieder legt Cecilia sich und ihrem Umfeld neue Erklärungen vor, um von ihrem so gar nicht perfekten Teil in ihrem Leben abzulenken. Um die Wahrheit weiter zu verbergen, baut sie ein Kartenhaus aus Lügen auf. Sehr schnell kristallisiert sich heraus, dass hinter der sorgfältig aufgebauten Fassade ein ganz anderes Leben und Denken die Hauptrolle spielt. Alex Dahl spielt sehr geschickt mit Cecilias innerem Antrieb, ihrem eigenen Denken und dem erfolgreichen Verdrängen. Cecilia wirkt insgesamt sehr unaufgeräumt und ist eine sehr spannende, weil sehr undurchsichtige Persönlichkeit. Die Spannung lebt von immer neuen Wendungen im großen und im kleinen. Als Leser lernt man schnell, dass man Cecilia nicht über den Weg trauen kann. Immer wieder schälen sich plötzlich neue Wahrheiten ans Tageslicht. Neben Cecilia, werden auch die Lebensgeschichten des kleinen Jungen und der toten Frau beschrieben. Diese drei sehr wichtigen Charaktere werden jeweils aus ihrer Ich-Perspektive beschrieben. Daher wirken sie und ihre Schicksale sehr intensiv auf den Leser. Verschiedene Sichtweisen auf gewisse Situationen verdeutlichen, welche Probleme vor allem Cecilia mit der Situation hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und vor allem sehr glaubwürdig auf die jeweilige Perspektiven abgestimmt. Ob man nun als Normalmensch alle Entscheidungen und Sichtweisen der Charaktere teilen kann, ist ja nicht die Frage. Dennoch wirkt die Geschichte über alles betrachtet authentisch und glaubwürdig. Fazit: "Der Junge" ist ein eindringlicher und sehr gut gelungener Psychothriller. Die Charaktere stehen mit ihren Problemen und Schicksalen im Mittelpunkt und das sich immer schneller drehende Lügenkarussel macht die Geschichte besonders spannend.

  • Der geheimnisvolle Junge

    Von: Mona537 Datum: 27. Januar 2019

    Psychothriller, in denen es um Kinder geht, ziehen mich seit jeher magisch an. Natürlich musste ich dann auch dieses Buch bei mir einziehen lassen, nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte. In „Der Junge“ können wir den spannenden Roman der Autorin Alex Dahl lesen, die in London und Norwegen lebt. Es handelt sich hierbei um ihr Debüt, welches ihr auch gut gelungen ist. Das Buch ist in drei Teilen unterteilt, die nicht näher erläutert werden. Im ersten Abschnitt folgen wir Cecilia, die versucht, ihren Alltag zu meistern. Sie ist Mutter zweier Töchter, arbeitet freiberuflich als Innenraumausstatterin „weil sie es möchte, nicht weil sie es muss“ und ist mit ihrer Jugendliebe Johan verheiratet, der sehr oft auf Geschäftsreisen im Ausland ist. Seit kurzem hat sie kein Au-Pair-Mädchen mehr und alles bleibt an ihr hängen. Sie ist erschöpft und überfordert, wie es vielen arbeitenden Müttern geht. Leider sind ihre Ansichten der Knackpunkt, warum man nicht mit ihr warm wird. Sie ist arrogant und meint, sie wäre allen überlegen. Aus diesem Grund mochte ich sie bis zur letzten Seite nicht. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass diese Frau Probleme mit sich selbst und ihrem Leben hat, was sich anhand ihres Tabletten- und Alkoholkonsums widerspiegelt. Ihr ganzes Leben ist eine Fassade und diese beginnt ab dem Zeitpunkt zu bröckeln, als Tobias einen Schritt in ihr Haus macht. Als Cecilia eine ihrer Töchter aus dem Schwimmunterricht abholt, wird sie von der Kassiererin darum gebeten, den kleinen Tobias mitzunehmen, weil er in ihrer Ecke wohnt und die Mutter ihn nicht abgeholt hat. Tobias kommt ihr seltsam vertraut vor, sie schiebt den Gedanken jedoch sofort von sich. Widerwillig nimmt sie Tobias mit und nachdem sie aber das völlig verlassene und leerstehende Haus entdeckt, in dem Tobias laut Angaben der Kassiererin zufolge auch wohnt, nimmt sie ihn kurzerhand mit nach Hause. Er möchte nicht, dass sie die Polizei ruft, denn seine Mutter käme am nächsten Tag sicher nach Hause zurück. Aus diesem Grund schläft er dann auch bei Cecilia im Gästezimmer und sie bringt ihn am nächsten Morgen zur Schule. Dumm nur, dass er gar nicht Schüler dort ist und Cecilia sich nun mit vielen Fragen diverser Behörden herumschlagen muss… Und dann wird auch noch Annika tot aufgefunden, die vermeintliche Mutter des Jungen… Cecilia ist wie gesagt keine nette Frau. Egal was sie wem erzählt hat, nie war ich mir sicher, ob sie die Wahrheit sagt. Zum einen auf Grund ihres starken Alkohol- und Tablettenkonsums, zum anderen aber auch, weil sie selbst oft sagt, dass dieses und jenes gelogen war. So sagt sie etwas und im nächsten Moment gibt sie schon zu, dass es nicht stimmt. Ein absolutes Verwirrspiel, dass die gute Dame hier betrieben hat. Wir folgen aber nicht nur Cecilia, sondern auch Tobias kommt zu Wort. So erfahren wir von dem Kind so allerhand über sein Leben, bevor er bei der Familie untergekommen ist. Das hat mich sehr erschüttert und tief berührt. Ich kann verstehen, warum er niemandem vertraut und deshalb lieber stumm bleiben möchte. Einen großen Teil des Erzählens nimmt außerdem Annika ein. In Rückblenden in Form von Tagebucheinträgen erfahren wir ihre Sichtweise. Ihre Lebensgeschichte ist hart und ich hatte oft einen Kloß im Hals. Nichtsdestotrotz war ich auch auf sie wütend, da sie meiner Meinung nach den Großteil der Situation verursacht hat. Diese drei Personen sind irgendwie miteinander verwoben und ich war mir nicht sicher, in welche Richtung das ganze gehen würde. Aber mit der Zeit führen die Enden zusammen, Schritt für Schritt. Am Ende des zweiten Abschnitts gab es dann den ersten und alles entscheidenden Plottwist, den ich aber von Anfang an so hab kommen sehen (mein erster Gedanke zur Inhaltsangabe). Ab dem dritten Abschnitt wurde es dadurch richtig spannend und ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich es ausgelesen hatte und wusste, was passiert war. Der Schreibstil ist flüssig und man kann gar nicht so schnell schauen, da hat man die gut 400 Seiten schon durch. Ich war vollkommen im Bann der Erzählung und wollte wissen, was es mit dem Jungen auf sich hat. Das skandinavische Setting und die düstere Stimmung haben zu einer runden, stimmigen Sache beigetragen. Das Ende und auch den Epilog fand ich sehr passend und würdig. Ich dachte schon, ein Punkt wäre vergessen worden. Nein, falsch gedacht: die Autorin hat sich dafür noch etwas einfallen lassen. Super gelöst! Für mich war dieses Buch eine ziemliche Lesefreude. Da ich es aber in den ersten zwei Abschnitten nicht so spannend wie erwartet fand, gibt es einen Stern Abzug. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gute Psychothriller mit einem düsteren Setting liebt! Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezi-Exemplar und wünsche allen viel Spaß beim Entdecken dieses großartigen Debüts!

  • Packendes und spannendes Psychodrama

    Von: Anjas Buchstunden Datum: 27. Januar 2019

    Genau die Art Klappentext, die mich wahnsinnig neugierig macht und ich um das Buch einfach nicht mehr drumrum komme. Etwas geheimnisvoll und ich war gespannt, ob es sich im Buch bestätigt. Für mich war diese Geschichte vor allem eins: dunkel, aufregend und dramatisch. Cecilia führt das perfekte Leben. Sie muss sich um Geld keine Sorgen machen, ist glücklich verheiratet und hat zwei tolle kleine Töchter. Doch seit "Der Junge" in ihr Leben trifft, scheint diese äußere Fassade zu bröckeln. Zum durchatmen bleibt in diesem Buch nicht viel Zeit, denn der Psychthriller beginnt gleich ziemlich rasant und Cecilia war für mich von Anfang an ziemlich undurchsichtig und innerlich hektisch. Die Protagonisten in diesem Buch sind überschaubar, im Prinzip liest man nur von Cecilia und ihrer Familie und dann hin und wieder noch Tagebucheinträge von Annika. Zwei lose Fäden, beide mit ganz vielen Überraschungen im Hintergrund, wo ich absolut gespannt war, wie diese sich denn zusammenfügen werden. Ich war so oft entsetzt und viele Dinge haben mich traurig gemacht und ziemlich mitgenommen. Aufhören zu lesen konnte ich fast nicht, das Buch ist super geschrieben und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit dem kleinen Tobias weitergeht. Grad am Ende lagen Freude und Leid so nah zusammen und ich wusste manchmal nicht, ob ich mich freuen oder eher weinen soll. Ein paar kleine Schockmomente gab es auch noch und für mich war das Buch ein geniales Psychodrama, das ich jedem empfehlen kann!

  • Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

    Von: Miss Norge Datum: 20. Januar 2019

    ✿ Meine Meinung ✿ Mit "Der Junge" hat Alex Dahl einen, für mich, grandiosen Psycho-Thriller erschaffen. Als Skandinavien-Fan, und da vor allem von Norwegen, hat mich dieses Buch vom ersten Satz an gefesselt. Ich muss gestehen, das hier von der ersten bis zur letzten Seite, wirklich durchgehend, eine bedrückende und düstere Stimmung über den Plot gelegt worden. Das muss man mögen, ansonsten kann ich mir vorstellen, das man keine richtige Freude an diesem Buch haben wird. Ich liebe das und deswegen hat es mir außerordentlich gut gefallen. Das Grundgerüst dieser Geschichte hat die Autorin so angelegt, das man spürt, hinter allem muss noch viel mehr stecken, als man annimmt. Passend zum Drumherum hat es mich nicht gestört, das ich keine positive Verbindung zu einem Charakter herstellen konnte, aber das war wahrscheinlich auch die Absicht. Ich war ergriffen von den Erzählungen des kleinen Jungen Tobias, der eigentlich von Beginn seines Lebens an, außer vom Großvater, von niemanden richtig gewollt wurde, der kaum Liebe und wenig Halt erleben durfte. Sehr deutlich wurde mir nahe gebracht, was das mit der Seele eines Achtjährigen macht. Cecilia Wiborg, die im Schwimmbad Tobias auf´s Auge gedrückt bekommt, ist eine Schicki-Micki-Tante wie sie im Buche steht. Sie hat mich als Person manchmal zum Wahnsinn getrieben. Vor allem ihre Art andere Menschen zu sehen, die nicht so sind, wie sie. Die nicht schon mittags Champagner schlürfen, ein dickes Auto fahren und mehrmals die Woche in exklusiven Modeboutiquen shoppen. Das Tobias gerade ihr Leben aus den Angeln hebt und zwar so extrem, war von Beginn an nicht abzusehen. Zwar spürt man, das es eine Verbindung zwischen Cecilia und Tobias geben muss, aber in diesem Ausmaß hätte ich es nicht erahnen können. Die vielen Unwahrheiten lassen irgendwann das ganze Lügengerüst von Cecilia einbrechen und dann steht sie da und weiß nicht mehr wie es weitergehen soll, denn ... Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. ✿ Fazit ✿ Man muss die düstere und schwere Atmosphäre aus Skandinavien mögen, um Zugang zur Geschichte und den Charakteren zu finden. Ich bin restlos begeistert und hoffe, das Alex Dahl noch weitere Bücher herausbringen wird.

  • Überraschende Wendungen

    Von: TestenmitMoni Datum: 17. Januar 2019

    Der Klappentext hört sich schon richtig Spannend an und macht auch richtig Lust zu lesen den man wird wirklich neugierig was nun mit dem Jungen (Tobias) ist. Das Buch liest sich sehr gut und auch flüssig. Geschrieben ist das Buch aus den Augen von Cecilia es ist als ob man sich mit ihr unterhält und einfach nur gespannt zuhört. Ich muss sagen es hat mich von Anfang an gefesselt,ab dem Zeitpunkt wo der arme kleine Tobias nicht aus dem Schwimmbad abgeholt wurde. Wen man selber Kinder hat ist sowas echt fesselnd und will natürlich wissen was mit dem Jungen passiert. Auch finde ich es toll das Cecilia so offen denkt,auch wen man für sich denken mag wie kann man in so einer Situation nur an sowas denken aber ich finde es Klasse den wie oft denken wir in diversen Situationen dann doch so. Ein Beispiel aus dem Buch noch recht am Anfang als sie den kleinen Tobias nach Hause bringen will,da denkt sie das sie sich den Abend so nicht vorgestellt hat sie wollte lieber schon zu Hause sein vor dem Kamin mit einem Glas Wein. Die Situation macht Cecilia für mich echt total identisch. Das Buch hat mich auch total gefesselt weil mir eben der kleine Tobias echt leid getan hat und das zieht sich wie ein Rotes Band auch durch das Buch,das ich nun eben wissen möchte was passiert mit Tobias,wird es ihm gut gehen. Seit auch ihr nun neugierig geworden wie es mit Tobias weitergeht dann müsst ihr das Buch lesen,es lohnt sich wirklich es ist alles enthalten was ein Buch haben muss. Und ich muss sagen die Genre Psychothriller trifft wirklich zu. Den im laufe des Lesens wird die Geschichte ganz anders als erwartet und Cecilia nimmt eine ganz andere Rolle für Tobias ein als gedacht und es tun sich noch etlich abgründe auf. Und das so Perfekte Leben von Cecilia ist dann doch nicht so Perfekt Für mich ein wirklich fesselndes Buch mit einer unerwartender Wendung die erstmal nicht vorhersehbar war für mich.

  • Der Junge - Axel Dahl

    Von: Michaela liest Datum: 18. September 2019

    Dieser Buchtitel hat mich sofort gepackt. Ich hatte Angst vor der Geschichte die mich erwartet, aber ich MUSSTE das lesen. Seit ich selber Kinder habe, kann ich Filme mit Kindern denen etwas Schlimmes passiert nicht mehr sehen. Gleichzeitig habe ich mich auch geweigert Bücher zu lesen in denen Kindern schlimmes Leid angetan wird. hier habe ich den Klappentext gelesen und ich war gefangen: "Alex Dahl Der Junge Psychothriller Erscheinungstermin: 21. Januar 2019 Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen?" Das Buch ist ein Erstlingswerk und ist von Anfang bis Ende spannend & fesselnd. Die Hauptfigur Cecilia ist nicht sehr sympathisch. Sie eine Mutter die erzählt das sie enorm gestresst ist seit das Au-pair Mädchen weg ist und sie nun selber die Kinder zum Schwimmen fahren muss. Dort trifft sie das erste Mal auf Tobias (der Junge). Schon hier habe ich die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen über das Verhalten von Cecilia, sie lügt in Situationen in denen die Wahrheit einfacher gewesen wäre... Tobias hingegen ist eher schweigsam, da sein bisheriges Leben nicht einfach war. In unterschiedlichen Rückblenden erzählen Cecilia, Tobias und Anni eine Frau die Tobias aufzieht, in total anderen Verhältnissen als Cecilia) aus Ihrem Leben bzw. erinnern sich da dran... Spannend, sehr abwechslungsreich und für mich trotz anfänglicher Überwindung wegen des Themas Kind sehr fesselnd. Laßt Euch drauf ein!

  • Interessante Idee mit sehr nerviger Hauptfigur

    Von: Ponine T. Datum: 05. Juni 2019

    Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen? Als ich dieses Buch beim bloggerportal vorgeschlagen bekommen habe, habe ich nicht sehr lange gezögert. Sowohl der Umschlag als auch der Klappentet klangen einfach nach einer sehr verlockenden Geschichte, die meine Lust auf Psychothriler wieder wecken könnte. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollständig überzeugen konnte und ich einige Male davor war, es wieder wegzulegen. Es war, das vorneweg, sehr zügig zu lesen, also insgesamt hat die Geschichte schon Triebkraft, und besonders die Perspektivwechsel tragen dazu bei, Spannung aufzubauen durch ihre Andeutungen, die man dann an anderer Stelle bestätigt bekommt. Wenn da nur nicht diese unsympathsiche und nervige Hauptfigur wäre, in die ich mich so überhaupt nicht hineinversetzen konnte und die mir dadurch keinen Zugang zu der Geschichte ermöglich hat. Cecilia ist von Seite 1 an eine arrogante, wohlstandsverwahrloste Zicke und ich verstehe absolut nicht, wie es überhaupt passieren kann, dass sie in diese Situation gerät. Einen fremden Jungen im Schwimmbad aufgabeln, das passt einfach so gar nicht zu ihr, und bereits durch diese Handlungsdiskrepanz war das Buch für mich viel weniger spannend und interessant als gehofft. Der Twist in Teil 2, der das vielleicht erklären könnte, war für mich ebenfalls recht vorhersehbar und dennoch ging er in dieselbe Richtung: es war einfach irgendwie unglaubwürdig, dass genau das genau so passieren konnte. Für mich leben Psychothriller aber auch davon, dass ich mich leicht in diese Stelle begeben könnte und dadurch die Spannung am eigenen Leib miterfahre. Das hat dieses Buch wirklich nicht geschafft. Spannung ja, aber mir fehlte der Page-Turner-Effekt, der nicht durch den Schreibstil, sondern durch die Handlung bedingt ist.

  • hin- und hergerissen

    Von: Andreas Hundeshagen Datum: 19. April 2019

    Bei der Auswahl des Buches hat mich der Klappentext und das Cover angesprochen. Da wird von einem Geheimnis berichtet, welches zu wahren ist und die Frage in den Raum gestellt, wie weit die Protagonistin wohl gehen wird, um dieses zu schützen. Auch das „schwarz/ weiß“ gehaltene Cover mit der blutroten Jacke und den „Blutstreifen“ in der linken oberen Ecke verspricht einen spannenden Psychothriller. Die Autorin Alex Dahl (halb Amerikanerin/ halb Norwegerin) lebt in Norwegen und ist eine entfernte Verwandte von Roald Dahl. Dieser ist ein bekannter Schriftsteller, der unter anderen für seine Kinder- und Jugendbücher bekannt geworden ist. „Charlie und die Schokoladenfabrik“ oder auch „Gremlins“ sind nur zwei Verfilmungen seiner Werke. Die Autorin hat einen Master in kreativen Schreiben und ist durch diverse Kurzgeschichten und die Novelle „Before I Leave You“ bekannt geworden. Das nun vorliegende Buch ist im amerikanischen Original „The Boy At The Door“ im Mai 2018 erschienen. Klappentext: Cecilia Wilborg führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können. Sie wohnt mit ihrem erfolgreichen Mann und den gemeinsamen Töchtern in einer friedlichen und wohlhabenden Kleinstadt in Norwegen. Doch eines Tages wird sie gebeten, sich um einen kleinen Jungen zu kümmern, der plötzlich in der örtlichen Schwimmhalle aufgetaucht ist. Keiner weiß, wo Tobias herkommt oder wer er ist. Dann wird eine tote Frau gefunden, die man für seine Mutter hält. Aber Tobias kommt auch Cecilia merkwürdig vertraut vor. Hat sie ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt? Und wie weit ist sie bereit zu gehen, um es zu schützen? Ich habe mich bei der Rezension sehr schwer getan und suche nach den richtigen Worten, meinen Eindruck zu Papier zu bringen. Das Buch fängt interessant und spannend an und ich fragte mich sehr schnell: „Oh, man! Wo kommt der Junge bloß her und wie konnte dies so geschehen.“ Spätestens nach der Hälfte des Buches hatte ich den Eindruck, als würde es nie Enden. Irgendwie zieht sich das Buch seeeeeeehhhhr in die Länge. Habe recht lange daran gelesen, was eigentlich nicht meine Art ist. Die Autorin hat ja einen Master in kreativem Schreiben. Es ist aber immer eine Ansichtssache, was kreativ ist und was zu sehr für Verwirrung sorgt?! Die einzelnen Kapitel sind „nur“ durchnummeriert und mit kleinen „Sternchen“ unterteilt. Das komplette Buch ist in der „Ich-Perspektive“ geschrieben. Zu Beginn ist das noch in Ordnung. Später wird die Geschichte auch aus der Perspektive von anderen Charakteren erzählt. Wenn man dann wieder die „Ich-Perspektive“ in Betracht zieht, benötigt man eine Weile sich zu orientieren und den richtigen Charakter zuzuordnen. Die Geschichte selber ist gar nicht so schlecht. Zwei Protagonistinnen, die unterschiedlicher gar nicht aufgewachsen sein können. Die eine in gehobenen Verhältnissen und die andere (aufgrund eines Drogenkonsums) immer nahe am Abgrund. Während des Lesens erfährt der Leser „Puzzle- für Puzzleteil“ die tragische Geschichte die sich um den Jungen dreht. Das Setting spielt hauptsächlich in Norwegen, Schweden und Polen. Passend zum „düsteren“ Hintergrund spielen viele Szenen im dunklen Herbst und im kalten, unwirschen Winter. Alles wirkt beklemmend und bedrückend, wie die ganze Geschichte selbst. Das passt zwar alles gut zusammen, aber irgendwie fehlt da der letzte Kick! Zum Ende hin kam dann noch mal Spannung auf und ich fieberte dem Ende entgegen. Sollte die Geschichte ein „gerechtes Ende“ finden? Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Geschichte als solches schon interessant zusammengesetzt ist. Die einzelnen Handlungsstränge um die beiden Protagonistinnen laufen zum Schluss zusammen und bilden dann einen spannenden Abschluss. Der Innenteil hingegen zieht sich sehr in die Länge. Selten habe ich für ein Buch so lange Zeit benötigt, wie für dieses.  An die Erzählweise in der Ich-Perspektive, musste ich mich erst gewöhnen. Es vergingen in einem neuen Abschnitt immer erst ein paar Sätze, bis ich die entsprechende Person identifizieren konnte. Zum Schluss einer meiner Lieblingssätze. Dieser ist auch ein gutes Beispiel für die oft vorzufinden verschachtelten Sätze, die im Buch zu finden sind. Ich will ihm von dieser Dunkelheit erzählen, von all den Nächten, die ich, starr vor Angst und Reue, wach gelegen habe; will ihm von dem Gefühl erzählen, immerzu auf einem hauchdünnen Glasboden über einen gewaltigen Abgrund zu laufen. Aber wie sollte ich das? aus „Der Junge“ von Alex Dahl

  • Geheimnisse zuhauf

    Von: Janesway Datum: 26. Februar 2019

    „Manche Menschen haben alles und können es behalten, während andere sehr wenig haben und selbst das immer wieder verlieren.“ In einem kleinen Dorf Norwegens, in dem sich gewöhnlich nichts Ungewöhnliches ereignet, wird Cecilia Wilborg von einem Tag auf den anderen aus ihrem ruhigen Luxusleben gerissen, als sie sich auf einmal um einen kleinen Jungen kümmern soll, dessen Herkunft unbekannt ist. Dieser Junge geht ihr unter die Haut und schon bald sieht sie ihr Leben nicht nur auf den Kopf gestellt, sondern in Gefahr. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von insgesamt drei verschiedenen Personen erzählt: Cecilia, dem Jungen und Anni, einer Frau, die sozusagen das Gegenstück zu Cecilia und deren prunkvollem Dasein ist und ihr doch wiederum in manchen Punkten ähnelt. Die Autorin Alex Dahl holt weit aus und anfangs ergeben sich keine Zusammenhänge. Es bleibt Zeit, eigene Vermutungen und Verdächtigungen anzustellen, bis sich die losen Fäden zu einem Sinn ergebenden, teils dramatischen Strang zusammensetzen. Es treten dabei immer wieder neue Geheimnisse zu Tage und ein fein gewebtes Lügengespinst fällt in sich zusammen. Der Hauptcharakter, Cecilia, ist von ihrer Art her von Anfang an schwer zu mögen. Ihre Handlungsweisen sind in Reflexion auf einen selbst nicht immer nachvollziehbar, aber passen wunderbar zu ihr. Dennoch schafft es die Autorin, dass man ihr einen guten Ausgang am Ende der Geschichte wünscht. Gerade dieses ambivalente Verhältnis, das ich zu Cecilia entwickelte, fand ich ganz großartig an diesem Buch. Jedem erzählenden Charakter verleiht Frau Dahl eine individuelle Stimme und ihre Entscheidungen wirken stets nachvollziehbar. Man hat den Eindruck, dass sich Frau Dahl mit ihnen lange beschäftigt hat, dass sie sowas wie sehr gute Bekannte sind. Der Tiefgang ist da, dennoch fehlte es mir an etwas Düsternis und tatsächlichem „Thrill“. Besonders „skandinavisch“ war bis auf die Orts- und Personennamen der Roman aus meiner Sicht nicht. Alex Dahl, die einen Master in Kreativem Schreiben hat, ist ein Psychothriller gelungen, der gut durchdacht und spannend ist und das bis zur letzten Seite, mit der man auch wirklich zufrieden abschließen kann.,In einem kleinen Dorf Norwegens, in dem sich gewöhnlich nichts Ungewöhnliches ereignet, wird Cecilia Wilborg von einem Tag auf den anderen aus ihrem ruhigen Luxusleben gerissen, als sie sich auf einmal um einen kleinen Jungen kümmern soll, dessen Herkunft unbekannt ist. Dieser Junge geht ihr unter die Haut und schon bald sieht sie ihr Leben nicht nur auf den Kopf gestellt, sondern in Gefahr. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von insgesamt drei verschiedenen Personen erzählt: Cecilia, dem Jungen und Anni, einer Frau, die sozusagen das Gegenstück zu Cecilia und deren prunkvollem Dasein ist und ihr doch wiederum in manchen Punkten ähnelt. Die Autorin Alex Dahl holt weit aus und anfangs ergeben sich keine Zusammenhänge. Es bleibt Zeit, eigene Vermutungen und Verdächtigungen anzustellen, bis sich die losen Fäden zu einem Sinn ergebenden, teils dramatischen Strang zusammensetzen. Es treten dabei immer wieder neue Geheimnisse zu Tage und ein fein gewebtes Lügengespinst fällt in sich zusammen. Der Hauptcharakter, Cecilia, ist von ihrer Art her von Anfang an schwer zu mögen. Ihre Handlungsweisen sind in Reflexion auf einen selbst nicht immer nachvollziehbar, aber passen wunderbar zu ihr. Dennoch schafft es die Autorin, dass man ihr einen guten Ausgang am Ende der Geschichte wünscht. Gerade dieses ambivalente Verhältnis, das ich zu Cecilia entwickelte, fand ich ganz großartig an diesem Buch. Jedem erzählenden Charakter verleiht Frau Dahl eine individuelle Stimme und ihre Entscheidungen wirken stets nachvollziehbar. Man hat den Eindruck, dass sich Frau Dahl mit ihnen lange beschäftigt hat, dass sie sowas wie sehr gute Bekannte sind. Der Tiefgang ist da, dennoch fehlte es mir an etwas Düsternis und tatsächlichem "Thrill". Besonders "skandinavisch" war bis auf die Orts- und Personennamen der Roman aus meiner Sicht nicht. Alex Dahl, die einen Master in Kreativem Schreiben hat, ist ein Psychothriller gelungen, der gut durchdacht und spannend ist und das bis zur letzten Seite, mit der man auch wirklich zufrieden abschließen kann.